Wo Zechen waren, sollen Gesundheit, smarte Umgebungen und digitale Medien wachsen. Die Abschlussveranstaltung der Global Young Faculty III auf Zeche Zollverein

CC BY-NC ND DE 3.0 Katharina Graef

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Am 30. Januar 2015 fand in einem für das Ruhrgebiet charakteristischen Ambiente auf der 38-Meter-Ebene der Zeche Zollverein die Abschlussveranstaltung der Global Young Faculty III statt. Anderthalb Jahre nach dem Auftakttreffen im Waldhotel Heiligenhaus, bei dem sich vier Arbeitsgruppen zu sehr verschiedenen Themen zusammenfanden, war es sehr spannend zu sehen, zu welch vielfältigen Ergebnissen die unterschiedlichen Projekte gekommen waren.
Nach der Begrüßung durch den Direktor des Mercator Research Center Ruhr, Prof. Dr. Winfried Schulze, und dem Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Dr. h.c. Elmar W. Weiler, stellten die einzelnen Arbeitsgruppen die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit vor. Dargestellt wurde beispielsweise, wie die unterschiedlichen Themengebiete „Anreizsysteme im Gesundheitswesen“, „Smart Environments!?“, „Potenziale Digitaler Medien in der Wissenschaft“ und „Ruhrgebiet: Identität im Wandel“ in den Arbeitsgruppen umgesetzt, welche Studien konzipiert, welche Kamingespräche geführt und welche gemeinsamen Unternehmungen umgesetzt worden sind. Die anschließende Präsentation von Reiseberichten verschiedener TeilnehmerInnen gab nicht nur einen weiteren interessanten Einblick in die jeweiligen natur-, geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte, sondern spiegelte insbesondere auch ganz persönlich gesammelte Eindrücke aus Brasilien, China oder den USA wider.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Global Young Faculty eine wunderbare Möglichkeit darstellt, andere NachwuchswissenschaftlerInnen kennenzulernen und dadurch auch Kontakte über die GYF hinaus knüpfen zu können. Die gemeinsamen Aktivitäten rund um ein interdisziplinär bearbeitetes Themengebiet ermöglichten nicht nur Einblicke in fremde Forschungskulturen, sondern ließen auch wieder einen neuen Blick und Rückübertragung neu gewonnener methodischer Einsichten auf die eigene Forschungsarbeit und Arbeitsweise zu. Die zusätzlich zum Gruppenbudget jedem Mitglied zur Verfügung gestellten individuellen Reisemittel ermöglichten darüber hinaus Konferenzteilnahmen und unvergessliche Forschungsaufenthalte, die sonst oft nur schwer zu finanzieren gewesen wären. Für all das möchten wir uns bei der Stiftung Mercator und dem Mercator Research Center Ruhr ganz herzlich bedanken.

Eva Wilden, Petra Kersting, Thomas Ernst und Tim Güneysu

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