Wissenschaft trifft Kunst:
Die Abschlussveranstaltung der AG „Ruhrgebiet: Identität im Wandel“

(c) Global Young Faculty/MERCUR

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Die Arbeitsgruppe „Ruhrgebiet: Identität im Wandel“ stellte die Ergebnisse ihrer Forschung am 6. Februar 2015 im Rahmen einer vielseitigen Abschlussveranstaltung in Essen der Öffentlichkeit vor. Viele der an dem im Sommer 2014 ausgerufenen Fotowettbewerb „Orte Ihres Lebens“ und dem daraus entstandenen Bildband beteiligten Personen waren mit ihren Familie und Freunden dafür ins Unperfekthaus gekommen. Dort präsentierten die WissenschaftlerInnen ihre Umfrageergebnisse zu Leben und Forschen im Ruhrgebiet, persönliche Geschichten ausgewählter RuhrgebietsbewohnerInnen sowie einige identitätsstiftende Orte, die sich auch im Bildband wiederfinden. Begleitet wurde der Abend durch eine interaktive Performance des Theaterkollektivs Anna Kpok.


Wie lebt und forscht es sich im Ruhrgebiet?

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(c) Global Young Faculty/MERCUR

Die von der AG in Auftrag gegebenen forsa-Umfrage zeigt: 82% der Ruhrgebietsbewohner und vor allem die Gruppe der 18- bis 29-jährigen leben gerne hier. Mehr als zwei Drittel der über 1000 Befragten ist der Meinung, dass sich die Region vorteilhaft entwickelt hat und als Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftsstandort immer attraktiver wird. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie die aktuelle Verkehrssituation werden als eher negativ empfunden. (Eine ausführliche Pressemitteilung zu den Umfrageergebnissen können Sie hier nachlesen.)

„Zeitspielräume“ machen Forschung erlebbar

(c) Global Young Faculty/MERCUR

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Ann Kpok, das Theaterkollektiv aus Bochum, übersetzte die Forschungsergebnisse der AG in die für die Besucher individuell begeh- und bespielbare Installation „Zeitspielräume“, die durch verschiedene Medien – Text, Bild, Video – und Räume Platz bot für eine sinnliche (Neu-)Entdeckung und Interpretation des Ruhrgebiets und seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Vor allem wurde der Frage nach möglichen Zukunftsperspektiven der Region nachgegangen: BesucherInnen hatten die Möglichkeit, sich zu einer Sonderführung durch die Installation anzumelden und dabei in verschiedene Rollen zu schlüpfen und sich zu fragen: „Wieviel Ruhrgebiet bist du und wie kannst du das Ruhrgebiet beeinflussen?“

Im Mai 2015 erscheint der Bildband mit einer ausführliche Dokumentation der Umfrageergebnisse im Klartext Verlag unter dem Titel „Wissenschaft trifft Kohlenpott. Forschen und Leben im Ruhrgebiet“.

Katharina Graef

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