Vernetzt euch! Der MERCUR Club 2016

MERCUR-Club-6131Zum „Science Slam“ mit anschließendem Get Together hat das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) am 20. Januar in die Stiftung Mercator eingeladen. Bereits zum sechsten Mal kamen Förderer und Geförderte von der Universitätsallianz Ruhr beim MERCUR Club zusammen und sprachen über ihre aktuellen Projekte. Die Veranstaltung ist seit 2011 der lebendige Start ins Wissenschaftsjahr für die von MERCUR geförderten Forschungskooperationen.

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Dr. Hans-Gerd Husung

„Der Versuch, die drei Ruhr Universitäten zusammenzubringen und ihren Zusammenhalt zu stärken ist geglückt“, leitete Gastgeber Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR, seine Begrüßungsrede ein.

Der Gedanke der Kooperation zwischen Universitäten sei mittlerweile deutschlandweit im Trend. Dieser Meinung schloss sich auch Dr. Hans-Gerhard Husung an. Der Generalsekretär der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern lobte die Universitätsallianz Ruhr in seinem Grußwort als zukunftsweisende Idee, um dann vor dem Hintergrund des anstehenden Berichts zur Exzellenzinitiative zu einem „kleinen Blick in den Maschinenraum der Wissenschaftspolitik“ überzugehen. Er appellierte an die anwesenden WissenschaftlerInnen, diese auch im fordernden Berufsalltag nicht aus den Augen zu verlieren, da die wissenschaftspolitischen Rahmenbedingungen Teil der alltäglichen Forschung seien.

Prof. Dr. Andreas Niederberger (Uni DuE) über die „Ethik der Immigration”

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PD Dr. Henrik Kessler (LWL UK Bochum) über den Zusammenhang von „Tetris” und Flashbacks

Beim anschließenden abgewandelten Science Slam – es gab weder Sieger noch Besiegte – wurde ein kleiner Ausschnitt der momentan geförderten Projekte unterschiedlicher Disziplinen innerhalb von fünf Minuten allgemein verständlich und unterhaltsam präsentiert. Dabei zeigte sich eine große Bandbreite an innovativen Forschungsvorhaben, von denen manche gerade erst gestartet und andere schon weit fortgeschritten sind. Geistes- und sozialwissenschaftliche Fragen nach politischen Protestbewegungen am Beispiel von Bangladesch und Senegal, einer Ethik der Immigration und der Organisation von religiöser Online-Kommunikation wurden dabei genauso erörtert wie die medizinischen Problematiken der Geweberegeneration nach Herzinfarkten und die Reduktion von Flashbacks bei posttraumatisch belasteten Patienten. Aus den Ingenieurswissenschaften wurden unter anderem ein Projekt mit Seilrobotern zur Errichtung von Mauern und neue Sensortechniken zur Charakterisierung komplexer Materialien vorgestellt.

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Musikalisch begleitet wurde der MERCUR Club zur Begeisterung aller Gäste vom Pop- und Jazz-Quintett „The Nightingales“. „Wir kommen wieder“, versprachen die Musikstudentinnen der TU Dortmund und lieferten damit gute Aussichten für den nächsten MERCUR Club 2017.

Urheber aller Fotos: Simon Bierwald

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