Open Knowledge? Ein Rückblick in Tweets

CC BY-SA Lisa-Marie Reingruber

CC BY-SA Lisa-Marie Reingruber

Am 27. April hatte die Arbeitsgruppe „Potenziale Digitaler Medien in der Wissenschaft” zu ihrer Abschlusskonferenz Open Knowledge? Potentials of Digital Publishing in the Academic World in den Glaspavillon der Universität Duisburg-Essen eingeladen. Wer nicht nach Essen kommen konnte, hatte die Möglichkeit, per Livestream dabei zu sein oder sich unter dem Hashtag #gyf3ok via Twitter über Inhalte und Diskussionen zu informieren. Passend zum Thema wurden so die Vorträge der Veranstaltung sowohl analog im Saal wie auch digital im Netz kommentiert und diskutiert. Ein Stimmungsbild in Tweets.

Dr. Dagmar Eberle von MERCUR eröffnete die Konferenz mit einem Grußwort über den Wissenschaftstsandort Ruhrgebiet sowie Programm und Zielsetzungen der Global Young Faculty und damit auch das erste Panel zum Thema „Open Knowledge in Digital Universities.”

Anschließend gaben Dr. Thomas Ernst (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Eva Wilden (Universität Vechta) einen Überblick über die umfangreiche interdisziplinäre Arbeit der AG „Potenziale Digitaler Medien in der Wissenschaft” der letzten 18 Monate.

Dr. Markus Neuschäfer von der Open Knowledge Foundation konnte krankheitsbedingt nicht nach Essen kommen, schaltete sich aber für seinen Vortrag „Rewiring the Ivory Tower. Digital Universities and Evolution of Open Science” und die anschließende Diskussion per Skype dazu. Seine Präsentation kann hier nachgelesen werden.

 

Prof. Dr. Kathleen Fitzpatrick hielt den ersten Keynote Vortrag des Tages über „Planned Obsolescence: Publishing, Technology, and the Future of the Academy”, in dem sie nicht nur über die Potenziale einer digitalen Wissenschaft sprach, sondern auch ihr online Projekt „Planned Obsolescence”, eine Publikation, die erst im Netz öffentlich kommentiert wurde und später als veränderte Version gedruckt erschien, und ihre Plattform MediaCommons, die zur Vernetzung innerhalb eines (digitalen) Wissenschaftsbetriebs beitragen und neue Wege des Publizierens demonstrieren soll.

Die zweite Keynote Präsentation kam von Dr. Thomas Stäcker, stellvertretender Direktor der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und Mitglied des Vorstands des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd), und stellte die Frage „The Future of Digital Publishing in the Academia: Is the Library an Agent of Change?”. Er thematisierte vor allem die Rolle der Bibliotheken innerhalb von wissenschaftlichen Publikationsprozessen und warf die Frage nach sinnvollen Formaten und Lizenzen auf.

Das dritte Panel widmete sich den Projekten der AG und begann mit Dr. Thomas Ernst und seinem Vortrag „Are Scholars Allowed to Make their Texts Digitally Available? Open Access, Open Reviews and the German ‚Zweitveröffentlichungsrecht'”. Er legte dar, wie und warum Wissenschaftler ihre Arbeiten digital verfügbar machen sollten und auf welche Probleme sie bei einer solchen Entscheidung treffen können.

Als letzter Sprecher stellte Dr. Stephan Winter in seinem Vortrag „Understanding Science in the Information Tide: How Students and Laypersons Make Sense of Online Information” die AG-Studie über das Leseverhalten bei digitalen Inhalten vor.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und der intensiven Diskussionen nach den einzelnen Vorträgen wurde die eigentlich für den Anschluss geplante Abschlussdiskussion auf das Abendessen im Essener Unperfekthaus verschoben. Wir bedanken uns bei allen Sprechern und analogen wie digitalen Diskutanten für eine tolle Konferenz und viele neue Blickwinkel zum digitalen Publizieren und der Zukunft des Wissenschaftsbetriebs.

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