„Maximal inklusiv” – das Auftakttreffen der GYF IV

Die GYF IV beim Auftakttreffen in Heiligenhaus

Die GYF IV beim Auftakttreffen in Heiligenhaus

Am 29. und 30. Oktober war es soweit: Zum ersten Mal traf sich der vierte Jahrgang der Global Young Faculty, um an zwei Tagen Themen zu entwickeln, die schließlich zu neuen Arbeitsgruppen führen sollten. „Ich beglückwünsche Sie“, leitete Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), seine Eröffnungsrede in Richtung der neuen Mitglieder ein und kam auch gleich zu den Devisen des Auftakttreffens: Kennenlernen, Ideen entwickeln, Spaß haben!

Auftakt (10)

Rüdiger Frohn, Vorsitzender des Beirats der Stiftung Mercator, lobte anschließend die Freiheiten, die die Global Young Faculty den Nachwuchswissenschaftlern geben könne – ganz im Sinne des Mercator Leitbilds. Freiräume schaffen, um Ideen zu beflügeln, die aus dem „Laboratorium Ruhrgebiet“ in die Welt gebracht werden. Die GYF sei ein Netzwerk, das weiter trage als über den Zeitraum der GYF IV.

Ratlosigkeit ob der anstehenden Themenfindung

Noch herrscht Ratlosigkeit ob der anstehenden Themenfindung

Die große Bedeutung der Wissenschaftsmetropole Ruhrgebiet hob Prof. Dr.-Ing. Thomas Kaiser, Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Wissenstransfer der Universität Duisburg-Essen, hervor. Im nationalen Vergleich belegten die Universitäten der Universitätsallianz Ruhr einen der vorderen Plätze und machten den Standort so zu einem attraktiven Arbeits- und Lebensraum für Wissenschaftler. Anschließend berichteten Julia Sattler und Jun.-Prof. Dr. Maximiliane Wilkesmann von der praktischen Arbeit in ihren Arbeitsgruppen in der GYF III und Katharina Graef stellte das Blog der Global Young Faculty als Medium für die zukünftigen Projekte der GYF IV vor.

Dr. Ann-Christin Bauke

Dr. Ann-Christin Bauke

Dann war der wichtigste Punkt der Tagesordnung an der Reihe: die Themenfindung und damit die Gründung der Arbeitsgruppen. Als zuständige Projektmanagerin übernahm Dr. Ann-Christin Bauke die Regie und leitete in eine offene Diskussionsrunde, bei der ein erstes Stimmungsbild über mögliche Oberthemen erzeugt werden sollte. Unzählige AG-Titel und Themen hatten die 55 frisch gekührten GYF IV-Mitglieder im Vorfeld vorgeschlagen, die nun geclustert werden wollten. Mit Tafeln, Filzstiften, Aufklebern und viel Papier ging es an die Arbeit. Themenblöcke wurden erstellt, verworfen und ließen wiederum neue mögliche Projektschwerpunkte entstehen. Innerhalb von zweieinhalb Stunden formierten sich  unter den Arbeitstiteln „Digital Society – Brains, Big Data & Business”, „Raum³: Menschen, Grenzen, Perspektiven”, „Kommunikative Universität” und „Wissenschaft und Technologie – Ökonomie, Ethik, Gesellschaft” vier AGs, die am folgenden Tag in ihre ersten produktiven Gruppentreffen starteten.

Mit Themenwolken, Papier und Filzstift formieren sich die vier AGs der GYF IV

Mit Themenwolken, Papier und Filzstift formieren sich die vier AGs der GYF IV

Am Ende des Tages war die Stimmung in den neuen Arbeitsgruppen durchweg optimistisch: „Ich war etwas nervös, bevor das Auftakttreffen los ging, weil man ja auf über 50 unterschiedliche Menschen trifft, die man vorher noch nicht kennengelernt hat und auch überhaupt nicht weiß, wie diese Themenfindung stattfinden soll“, beschrieb Dr. Jochen Niemeyer (AG „Kommunikative Universität”) und schloss: „Die Gesamtatmosphäre war entspannt und sehr, sehr positiv. Ich war erstaunt, wie sich die Themen im Laufe der zwei Stunden gewandelt haben, aber das dann am Ende alle ein Thema hatten, mit dem sie zufrieden waren und sich jetzt auf die Zusammenarbeit freuen.” Dr. Astrid Rosenthal-von der Pütten, (AG „Digital Society”) erzählt: „Irgendjemand hatte gesagt, wir seien maximal inklusiv. Wir haben nämlich jemanden, der unsere Arbeitsgruppe verlassen wollte, zurückholen können und aufgezeigt, wie man bei einem Thema, das auf den ersten Blick nicht ganz das eigene ist, eine neue Perspektive einbringen kann und dass es total wichtig ist, eine Person dabei zu haben, die eben nicht genau das macht, was fünf Leute gerade besprechen, sondern fragt: „Wie kann ich das denn bei mir anwenden?“ So kommen alle nochmal ins Denken.”

Das sind gute Aussichten auf die kommenden 18 Monate produktiver Interdisziplinarität mit der GYF IV, frei nach dem Motto: Kennenlernen, Ideen entwickeln, Spaß haben!

Urheber aller Fotos: Simon Bierwald

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